Vergessen Sie die Wolke!

Vergessen Sie die Wolke!

Das Thema „Cloud Computing“ ist ein absolutes Trendthema. Und doch schwingen auch stets Sicherheitsbedenken mit, wenn Unternehmen darüber nachdenken, „in die Cloud zu gehen“. Oliver Herz, System Engineer bei der Layer 2 GmbH in Hamburg, macht für die Zurückhaltung in erster Linie mangelhafte Beratung und den verworrenen Begriff „Cloud – Wolke“ verantwortlich: „Viele Kunden sind verunsichert durch den Begriff „Cloud“ und haben Angst um ihre Daten!“ Diese Angst sei freilich unbegründet. Alle Kundendaten werden in Hochleistungsrechenzentren gespeichert, und beim Verlagern von Geschäftsdaten in eine Cloud sind strenge gesetzliche Vorschriften und interne Compliance-Regeln einzuhalten.

Vielleicht liegen die Gründe für das Misstrauen ja auch in der relativen Neuheit des Dienstes? Niemand käme ja heute auf die Idee, sein Geld aus Sicherheitsgründen zu Hause unter der Matratze aufzubewahren. So wie heute die Menschen auf ihre Bank vertrauen, vertrauen sie vielleicht mit wachsender Erfahrung in die Cloud Services der IT-Dienstleister. Für Oliver Herz steht jedenfalls fest: „Die Cloud ist sicherer als Ihr Firmennetzwerk.“

 

INTERVIEW MIT OLIVER HERZ, SYSTEM ENGINEER BEI LAYER2

Warum haben viele Unternehmen Bedenken, in die Cloud zu gehen?

Oliver Herz: Wenn Firmen nicht gut informiert sind, möchten sie ihre persönlichen Daten oft nicht in die Cloud bringen. Viele Firmen empfinden die Cloud als „nebulöse Wolke“. Der Begriff ist unglücklich gewählt, da nicht greifbar. Dabei werden die Daten in zertifizierten Hochleistungsrechenzentren redundant gespeichert. Die Rechenzentren werden von unabhängigen Organisationen jährlich geprüft. Das sollte ein guter Berater den Kunden verdeutlichen.

Wie werden die Daten gespeichert?

Oliver Herz: Die Daten werden viermal gespeichert. Zum einen Geo-redundant, also für europäische Kunden in zwei Rechenzentren in Amsterdam und Dublin. Zum anderen werden die Daten in jedem Rechenzentrum zweimal gespeichert. Bei Datenverlust haftet Microsoft.

Und die Sicherheitsvorkehrungen?

Oliver Herz: Verschlüsselungstechnologien wie SSL/TLS werden bei jedem einzelnen Zugriff auf den Office 365-Dienst angewendet. Das gilt natürlich auch beim Informationsaustausch zwischen lokalen On-Premise-Informationen und einer Cloud-Lösung.

Werden die Sicherheitsstandards sich noch weiter verschärfen?

Oliver Herz: Ja. Microsoft ist natürlich zum Teil an deutsche Datenschutzrichtlinien gebunden. Außerdem arbeitet Microsoft laufend neue Sicherheitsfeatures aus. Ein Beispiel ist „File Encryption“ in OneDrive for Business. Dabei wird nicht nur die Verbindung verschlüsselt, sondern es besteht auch die Möglichkeit, einzelne Dateien zu verschlüsseln.

Wird sich die Cloud durchsetzen?

Oliver Herz: Die Cloud ist nicht aufzuhalten. Sie etabliert sich immer mehr bei Firmen. Denn der IT-Aufwand für Server- und Netzwerkbetreuung entfällt. Ohne Cloud muss man regelmäßig neue Software-Versionen vom Server auf die Clients ausrollen. Mit Office 365 bleibt die IT automatisch auf dem neuesten Stand, die Updates werden fortlaufend eingespielt. Außerdem sind Daten im eigenen Netzwerk durch Feuer, Diebstahl oder Spionage letztlich gefährdeter als im redundanten Rechenzentrum.

 

FAZIT:

Falls Ihre Firma vor der Entscheidung steht, Firmendaten und -anwendungen ganz oder teilweise in die Cloud zu verlegen, vergessen Sie die „nebulöse Wolke“. Treffen Sie Ihre Entscheidung auf Basis klarer Fakten.

Informieren Sie sich hier:

Microsoft Trust Center: Überblick über Zertifizierungen

PRW Rechtsanwälte: White Paper zum Thema Datenschutz

 

Oliver Herz

Über Oliver Herz

Als gelernter Fachinformatiker für Systemintegration ist Oliver Herz seit 2013 als IT-Consultant der Ansprechpartner für die (technische) PreSales-Beratung, das Lizenzmanagement, sowie die Konzeptionierung und die technische Umsetzung auf Projektbasis von Office 365 und Azure Szenarien. Seinen Schwerpunkt legt er dabei auf Exchange On-Premise, Exchange Online, Microsoft Azure und deren Hybrid-Szenarien sowie der Konzeptionierung und Administration der lokalen IT-Infrastruktur des Kunden. Als betrieblicher Datenschutzbeauftragter liegen ihm die personenbezogenen Daten unsere Kunden sowie unserer Mitarbeiter sehr am Herzen. Sein neues, zusätzliches Aufgabengebiet im Vertrieb | Akquise runden sein Profil ab.

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Fax: +49 (40) 28 41 12 - 16
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